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Infos von der Golden Retriever Zucht "of Golden Home"
AUSZUG AUS DEM BUCH: ABC FÜR HUNDEBESITZER und solche die es werden wollen von Urs Ochsenbein
Welche Hunderasse passt zu uns?
Hundehaltung ist vorwiegend eine Familienangelegenheit. Aber auch der allein stehende Hundebesitzer hat meist Rücksichten auf andere Personen zu
nehmen. Es schadet somit auch hier nicht, wenn man sich über die Wahl der Rasse oder des Rassetyps abspricht. Was es nun an Rasse gibt – im Ganzen
sollen es etwa vierhundert sein ---, darüber kann man sich anhand von Büchern orientieren. Über die vorhandenen Züchter geben Landesorganisationen
Auskunft. Wo zurzeit Würfe stehen, ist bei den zuständigen Rasseclubs zu erfahren.
Nun enthalten die Beschreibungen der einzelnen Rasse auch Hinweise über deren Charaktereigenschaften. Man nennt sie die Rassespezifischen Merkmale.
Wie schon angedeutet wurde, sind diese mit Vorsicht aufzunehmen. Je mehr hier überschwänglich gerühmt wird – so etwa mit Worten wie „mutig“,
„unbestechlich“ oder „treu in den Tod“ – desto unseriöser und unbrauchbarer sind solche Angaben. Jedenfalls sollte man sich nie durch sie zur Wahl
einer bestimmten Rasse verleiten lassen. Vielmehr sollte man sich im Auge halten, dass sich die Rassen nur in Verhaltens-Trends voneinander
unterscheiden. Im Grunde bleibt ein Hund immer noch ein Hund, der sich je nach Beeinflussung durch den Züchter und den Besitzer ein spezielles
Verhalten aneignet, das sich dann im Rahmen der ihm gegebenen wesensmäßigen Grundanlage bewegt. Diese Grundanlage ist allerdings das Produkt
einer seriösen fachgerechten Zucht über Jahrzehnte hinweg.
Link:
Nähere Informationen zu allen Rassen und deren Rassestandard
Woran erkennt man den guten Zuechter?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wie ein wenig Einblick in die Wesensentwicklung des Hundes haben. Von der Geburt bis zum Ende der
dritten Lebenswoche nehmen die Welpen ihr weiteres Umfeld kaum wahr. Sie schlafen, trinken und halten sich durch Kontaktliegen gegenseitig warm.
Die Hündin betreut sie, sorgt für ihre Sauberhaltung und passt auf. Dann aber, ungefähr mit dem Beginn der vierten Lebenswoche, sind ihre Sinne
plötzlich hellwach, und sie sind nun bis etwa zum Ende der 16. Lebenswoche derart aufnahmefähig, wie dies später nie mehr der Fall sein wird. Es
handelt sich um eine nicht wiederholbare Prägungsphase, die unbedingt genutzt werden muss. Es gilt das Sprichwort: “Was Hündchen nicht lernt, lernt
Hund nimmermehr“. Denn selbst der bestens veranlagte Hund wird zum schwierigen Hausgenossen, wenn er in seinen ersten 16 Lebenswochen nicht
Gelegenheit erhielt, mit all dem Bekanntschaft zu machen, was ihn später beim Besitzer erwartet. Das ist mehrfach erforschte und erwiesene Tatsache.
Sie hängt damit zusammen, dass der Welpe in dieser kritischen Zeitspanne seiner Entwicklung unerhört anpassungsfähig ist. Was ihm hier geschieht
und begegnet, setzt sich in seinem Gedächtnis fest und wird ihm lebenslang vertraut bleiben. Was er dagegen nicht erfährt, wird ihm später
bedrohlich erscheinen und ihn verunsichern.
Es ist also wichtig, dass der Welpe in einer belebten Umwelt aufwächst, die in etwa dem Umfeld entspricht, das ihn beim Besitzer erwartet.
Beim Züchter können wir auch selbst kontrollieren, unter welchen Bedingungen unser Hund aufwächst, indem wir von der vierten Lebenswoche an den Wurf
ab und zu besuchen. Der Züchter wird uns dann auch beraten, welcher der Welpen sich für unsere Verhältnisse am besten eignet.
All dies ist umso wichtiger, als jene Mängel, welche durch eine „umweltarme“ Aufzucht entstehen, die bei der Übernahme des Welpen noch nicht
in Erscheinung treten. Dies geschieht erst viel später, nämlich während der Pubertät (siebter bis neunter Monat).